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Über uns

Bischof Edilberto Dinkelborg

bischof edilbertoDer Ursprung für mein Engagement für Piaui liegt in der Begegnung mit Bischof Edilberto, einem entfernten Verwandten von mir. Dom Edilberto  wurde am 7. November 1918 in Deutschland geboren. 1935, also bereits mit 16 Jahren, ging er zum Theologiestudium nach Brasilien. In Salvador de Bahia wurde er am 19. Juni 1943 zum Priester geweiht. Später wurde er Bischof der Diözese Oeiras-Floriano im Bundesstaat Piaui. Dort besuchte ich ihn 1985 zum ersten mal. Wir verstanden uns sofort und waren uns einig, dass wir zusammearbeiten wollten, um bessere Lebensbedingungen für die Menschen in Piaui zu schaffen.

Für mich war es ein schwerer Schlag zu erfahren, dass Edilberto in der Neujahrsnacht 90/91, für uns alle unerwartet, aus dem zeitlichen Leben gerufen wurde. Was wollten wir alles noch zusammen erreichen... während ich diese Zeilen schreibe liegt sein Bild auf meinem Tisch; ich erinnere mich an die vielen, tiefgründigen Gespräche, an die Ideen und Projekte. Was ist davon geblieben? Es ist das Vermächtnis, sein Vermächtnis!

Es wurde nicht nieder geschrieben, aber durch sein Leben und sein Wirken hat er im Geiste des Hl. Franziskus Werte geschaffen, Hoffnung geweckt und neue Ziele gesetzt. Dieses Vermächtnis gilt es zu erfüllen!

Wir werden in unserer Arbeit unterstützt von unzähligen Menschen, sei es in ideeller oder finanzieller Hinsicht.  Hinzu kommen folgende Institutionen, die uns grosszügig unterstützen:

  • Die Politischen Gemeinde Rapperswil-Jona

  • Die Katholischen Kirchgemeinden Kempraten und Jona

  • Die Katholische Administration St.Gallen

Jeder gespendete Franken kommt vollumfänglich den Menschen in Brasilien zu Gute, denn die Arbeit, die wir für dieses Projekt leisten (Administration, Standaktionen,...), wird nicht entschädigt.

Halten wir das Vermächtnis Dom Edilbertos in Ehren, wirken wir mit im franziskanischem Geist zum Wohle des Menschen, der Kreatur und der Natur.

 

Heinz Bertelmann

Oft werde ich gefragt und ich frage mich auch selbst: “Warum machst Du das?“
Den Anstoss habe ich sicher von Bischof Edilberto bekommen, einem entfernten Verwandten von mir: "Um etwas zu bewirken muss man immer erst die eigene Nasenspitze finden, man muss bei sich selber anfangen."
Im Jahre 1937 geboren, habe ich die letzten Jahre des 2. Weltkrieges und die Jahre danach in Deutschland miterlebt. Eine Zeit,  in der Armut und Sorge, Not und Tod, ständige Begleiter im Leben waren. Hier habe ich meine Wurzeln, hier wurde ich geprägt. Somit verstehe ich heute, was die Worte Recht, Gerechtigkeit und Verantwortung bedeuten. Mit dieser Erfahrung  kann und will ich mich für Piaui einsetzen.  
Dank meiner beruflichen Arbeit, 25 Jahre im Export auf technischer und kommerzieller Grundlage, speziell in Osteuropa und Nordafrika, habe ich viel gesehen und Erfahrungen sammeln können. Diese gipfeln immer wieder in die Frage: "Warum gibt es reiche und arme Länder,  reiche und arme Menschen? Da müsste man doch etwas ändern, aber wie?"
Ja, ich gebe zu, ich bin oft ungeduldig, dass alles so langsam geht. Aber was nehmen wir denn für uns in Anspruch gerade hier geboren zu sein, im sozialen Umfeld einer funktionierenden Gesellschaft? Können wir dafür dankbar sein, im Vergleich zu den armen Menschen, auf der Sonnenseite des Lebens zu stehen? Ich versuche es zu sein. Ich möchte eine bessere, eine gerechtere Welt. Dafür arbeite ich und versuche auch, andere davon zu überzeugen.
Ich bin fest davon überzeugt, dass es nur unser Vorteil sein kann, wenn wir unsere Mitmenschen zu Partnern machen. Dies wird sich langfristig in jeder Hinsicht, ökonomisch und ökologisch, im positiven Sinne auszahlen.  
Fangen wir bei uns an,  diese - unsere gemeinsame - Welt zu verbessern.